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Blog 136: Evolution - Von Bernd Schmid 21.09.2016 Drucken E-Mail
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Verblüffend mit welchem Erfindungsreichtum und Pragmatismus die Evolution zu Werke geht. Ich kann hier nur die überaus interessanten Videos „Das Tier in Dir“ empfehlen[1]. Ohne unsere Vorfahren die Quallen, heute keine Stabilität unseres Skeletts oder keine Augäpfel. Und „Reich mir die Flosse, Genosse!“ trifft die Herkunft unserer Hände aus unserer Vergangenheit als Knochenfische. Kiemennerven von damals versorgen noch heute unser Gesicht mit Mimik. Durch Erfindungen wie z.B. das Prinzip Kiefer oder Muskel wurden ähnlich bedeutsame Fortschritte erzielt wie vielleicht heute mit dem Internet. Mit nachwachsenden Zähnen konnten sich Haie als eines der ältesten Erfolgsmodelle der Evolution bis heute fast unverändert halten. Immer ist es ein Zusammenspiel im Kontext. Tolle Ideen vergehen, weil sie gerade nicht in den Kontext passen. „Veraltete Varianten“ halten sich, weil günstige Umweltbedingungen sie noch nicht haben aussterben lassen. Kann jedem passieren.

Die Evolution kennt keine Scheu vor „Zweckentfremdung“. Aus Darmausstülpungen wurden Lungen, die Leben im sicheren aber sauerstoffarmen Flachwasser und dann die Umsiedlung an Land erlaubten. Wo man konsequente Neudesigns eigentlich viel zweckmäßiger finden könnte, entsteht Neues meist durch unglaubliche Kompromisse. Womit urzeitliche Fische zupackten, damit hören wir heute. Aus Kieferzangen wurden Hammer und Amboss im Innenohr des Menschen. Es ist, wie wenn man sich in einer Bastler-Werkstatt umschaut. Irgendwie entsteht eine Idee, wie man Altes völlig neu verwenden kann.

Prinzipienreiterei scheint also völlig fehl am Platz. Man lebt mit dem Kompromiss. Atmen und Nahrungsaufnahme erfolgen logistisch ziemlich unsinnig durch den gleichen Kanal, lustvolle Fortpflanzung und Ausscheidung auch. Da waren halt die Einstülpungen ins Epithel und es wurde damit irgendwie weiter gebastelt. Und herausgekommen sind wir. Nur zufällig als Produkt unendlicher Schleifen von Versuch und Irrtum?

Der Stammbaum der Evolution und des Menschen ist nicht einmal ein ordentlicher Baum, wie ich das bisher dachte. Es ist mehr ein wachsendes Geflecht, manchmal in sich reflexiv verschlungen. Bei einer Iran-Reise sah ich einen solchen Lebensbaum in einer Moschee (siehe oben). Das Universum aus Wasser und Licht entstanden und seine unendlich verwundenen Ableger.

Ganz schön starker Tobak für meine Ordnung und Prinzipien liebende Seele!

Übrigens: Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir.   
Konrad Lorenz (1903 - 1989) [2]


[1] https://www.youtube.com/watch?v=DiqHEeNC5LQ
[2] http://home.arcor.de/eberhard.liss/aphorismen/phaenomen-mensch.htm


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Kommentare zu diesem Blog:

Herr Christian MICHELSEN

zu Ihrem Blog, den ich dankend erhalten habe, lieber Herr Schmid:

Dann wird Sie dieser Essay interessieren - "Ist es schon zu spät, oder ist der
Homo sapiens noch zu retten?" Von Klaus-Dieter Rauser


Mit freundlichen Grüßen, 

 

 

 
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