Blog 40: Verschwendungsarmut - Von Bernd Schmid 14.01.2010
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Bezüglich der guten Wünsche und Vorsätze wollte ich mich eigentlich nur auf die vom letzten Jahr zurückbesinnen - wegen der Aufrichtigkeit und der Nachhaltigkeit. Gute Vorsätze als Beruhigungspille einwerfen, um dann bis zur nächsten moralischen Heimsuchung alles zu vergessen, das wäre irgendwie unwürdig.
Doch beschäftigt mich, angestachelt durch verschiedene Berichte und Erlebnisse, unser Umgang mit den Ressourcen des Planeten. Da waren z.B. die ganzseitigen Anzeigen der Discounter vor den Festtagen.
Sie sagten: So entsteht Festlichkeit. Leiste Dir was Besseres. Wir haben es doch. Und es kostet doch auch nicht viel! .......
Wirklich nicht? Wir brauchen dringend die vollständigen Footprints aller Produkte. Wir sollten zumindest den vollen Preis kennen, auch wenn ihn zunächst noch andere bezahlen.
Da höre ich von Demonstrationen in London, die anprangern, dass in UK mehr als 30% der Lebensmittel letztlich weggeworfen werden, während Lebensmittelrohstoffe aus Hungerländern importiert werden. In den USA soll täglich soviel Brot weggeworfen werden wie ganz New York braucht. Buffets in Hotels und Restaurants sollen auch hier zwar bis zuletzt im Überfluss bestückt sein, die Reste müssen aber in den Müll. Bäckereifilialen sind verpflichtet, übrige Backwaren, nicht abgeholte Torten etc. wegzuwerfen. Sie dürfen nicht einmal von den Mitarbeitern verwertet werden.
Klar, es gibt für all diese Erscheinungen Gründe. Wirklich vertretbare Gründe?
In Hotels wird zwar mittlerweile propagiert, dass man den unnötigen Austausch von Handtüchern meiden kann, aber das Personal nimmt davon keine Kenntnis und wechselt täglich. In einem Etablissement standen nur unsinnig große und schwere Badetücher zur Verfügung. Seifen und sonstige Wässerchen und Cremes gab es so abgepackt, dass eine bescheidene Nutzung unmöglich war. Überall findet man Seifenspender, denen man nur mit größter Kunstfertigkeit statt verschwenderischer Mengen nur das Nötige entlocken kann. Ich trau mich kaum, davon zu reden und davon, dass es eine einfache Seife vielleicht auch tun würde. Und dann noch der Turmbau zu Dubai, der in seiner gespenstischen Schönheit die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zieht.
War da nicht gerade noch Kopenhagen? War was?
Ich spreche nicht von unserer Ressourcenvergessenheit, mit der wir Heizungen, Lichter und Computer ungenutzt in Betrieb lassen. Sicher könnten wir auch da einiges tun. Nein, es geht mir um Verschwendung als Prinzip und Ausdruck ruinöser Selbstgefälligkeit. Was sollte ich auch sagen, wenn ein Bekannter mit einem Spritfresser vorfährt oder wenn Freunde von ihrer ungebrochenen Lust auf private Fernreisen erzählen oder wenn ich von internationalem Unterwegssein als Ausweis moderner Professionalität höre? Auch ich möchte nicht gerne auf alles verzichten, obwohl ich Reisen recht bewusst mit meinem Umweltgewissen abmache und zunehmend Radurlaube in der Nähe genieße. Kritik wird leicht als moralinsauer abgetan. Als in Pietismusnähe aufgewachsener Schwabe würde ich leicht der Lustfeindlichkeit und des Geizes verdächtig werden. Will man so wahrgenommen werden? Doch es scheint mir soviel sinnlose Verschwendung zu geben, dass ich dennoch für ein verschwendungsarmes Leben eintreten möchte.
Jeder kann im persönlichen Umfeld einiges tun, was nur mehr Aufmerksamkeit und Übung in positiver Kommunikation darüber braucht. Da sind immer wieder aufklärende Gespräche mit der Putzfrau angesagt, der die Werbung erfolgreich verschwenderischen Chemieeinsatz als Sauberkeit verkauft hat. Da gibt es ja noch eine Welt hinter dem Abflussrohr, die genauso leicht unserer Aufmerksamkeit entgeht wie die Giftmüllhalden in Afrika oder die Plastikverseuchung unserer Weltmeere. Soweit wäre es vielleicht nur eine Frage der Bequemlichkeit. Doch spüre ich auch Tabus. Tabus sind durch Angst geschützt. Man erkennt das beim Versuch die Tabus zu brechen. Daher braucht es noch Mut.
Es ist im gesellschaftlichen Raum und im professionellen Bereich nicht die leichteste Übung, Verschwendungsarmes Leben anzumahnen, vermeidbaren Aufwand zum Thema zu machen, selbst auf Vorteilsnahme zu verzichten. Auch ich habe diesen Mut leider gelegentlich vermissen lassen, habe Wichtigkeitsheischende Aufblähungen und selbsterhöhende Ausgaben akzeptiert oder habe über Großzügigkeit auf Kosten anderer hinweggesehen, obwohl meine innere Ampel auf Rot stand. Aber darf man anderen die eigenen Maßstäbe diktieren? Will man kleinlich wirken, sich unbeliebt machen? Will man große Themen mit Debatten über Stil aufhalten? Lieber schweigt man verschämt.
Und doch bin ich froh um die Momente, in denen ich mich meiner Scham gestellt und zumindest meiner eigenen Beteiligung ein Ende bereitet habe. Bewirkt hat das vielleicht wenig, doch habe ich ein Stück Würde zurück gewonnen.[1]
Schon dafür hat es sich gelohnt. Und wenn viele nach solcher Würde streben, dann kommt vielleicht doch was zusammen.
Die Glücksforschung zeigt klar: Auf Glück müssten wir mit einer bescheideneren Lebensweise nicht verzichten. Im Gegenteil.[2] Die enormen Zivilisationsfortschritte könnten sehr viel mehr Menschen erlauben, gut zu leben, ohne den Planeten und künftige Generationen zu ruinieren.[3] Wir brauchten nur mehr Verschwendungsarmut. Auf einem Symposion[4] haben wir uns mit den Spuren, die wir gerne hinterlassen würden, beschäftigt. Die unbedachten, letztlich nicht gewollten Fußabdrücke, die wir auf dem Lebensweg hinterlassen, gehören wohl dazu.
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Kommentare:
Herr Franz Xaver Inderst
Lieber Bernd,
mit Vergnügen habe ich Deinen aktuellen Blog gelesen und mich in Anschluss daran gefragt, warum ich trotz der Ernsthaftigkeit des Themas noch so guter Dinge bin. Hier wie immer, mit unbedarfter Absichtslosigkeit meine Gedanken dazu.
Wahrscheinlich liegt es daran, dass Deine Gedanken zu dem Thema bei mir so viele Verweisungszusammenhänge hergestellt haben und ich mir wieder einmal bewusst geworden bin, wo ich bei dieser Thematik gut unterwegs bin und wo ich noch andere Haltungen und Lösungen entwickeln muss.
Der von Dir gewählten Begriff Verschwendungsarmut (eine kreative Verbindungen) löst zwei Gedanken in mir aus. Den Begriff Armut verbinde ich mit einer wertschätzenden Haltung der Umwelt gegenüber. Damit ist für mich die Sehnsucht verbunden, noch anders in Kontakt kommen zu können, mit dem Boden, dem Wasser, der Luft, schlicht mit der Natur, wie wir sie auf der Erde vorfinden.
Das Bild das ich dabei habe, ist mit nur den notwendigen Ausrüstungsgegenständen diese Erde erfahren zu können. Es sind weniger die äußeren Dinge, die für eine andere Form von Erfahrung notwendig sind, es ist eine mentale Haltung und eine innere Stärke die vorhanden sein muss, um gut in Kontakt zu kommen so meine Annahmen. Ich kann mir vorstellen, dass sich drüber eine Moral ergibt die bei mir zu einem noch ressourcenschonenderen Umgang führen wird.
Dies alles verbinde ich mit dem Aufbau von Kompetenz. Der Kompetenz, sich auf dieser Erde so nachhaltig zu bewegen und zu gestalten , dass die Generationen nach uns ebenso würdevoll leben können. Um die Erde so verdeutlicht mir Brigitte immer wieder, müssen wir uns keine Sorgen machen. Da wir uns in Interaktion mit unserem Sonnensystem in einem geschlossen System befinden, stellen sich über Millionen Jahre betrachtet unterschiedliche Aggregatszustände ein, die immer wieder zu einem neuen Fließgleichgewicht führen.
Es geht um uns, die Frage ist, wie können wir sicherstellen, dass wir als Spezies nicht nur überleben, sondern auch leben und welche Umweltbedingungen braucht es dazu, beziehungsweise wie sollte unsere Anpassungsleistung aussehen.
Dazu ist das Wissen um die inhaltlichen Zusammenhänge notwendig, wie auch die Fähigkeit, mit den Elementen in Kontakt zu kommen. Was mir vertraut ist, was ich erspüren kann, dafür gehe ich auch in Verantwortung.
Es ist die Verbindung von inhaltlicher Erkenntnis und emotionalen Bezug über die diese Kompetenzen entstehen.
Welche Didaktik ist dazu notwendig, welche Ebenen muss sie berücksichtigen?
In unseren Gesprächen fällt mir immer wieder auf, welche außerordentlichen Fähigkeiten Du in Bezug auf die geeignete Didaktik hast. By the way Dir verdanke ich den Blick ein OE Design unter didaktischen Gesichtspunkten sehen zu können.
Das bringt mich zu einem anderen Punkt, den Du ansprichst. Es ist noch nicht lange her, da ist mir sehr klar geworden, dass das erstellen von Prunkbauten (der Turm von einem Kilometer Höhe) oder Landschaftsformen (Palmeninsel) nichts anderes ist als die Wiederholung der Vergangenheit also noch mehr von dem Selben zu produzieren. Es wird also kein wirklicher Unterschied gesetzt und damit ist dieses Vorgehen auch nicht visionär. Visionär wäre es den Anspruch zu haben das erste Solarthermiekraftwerk zu bauen und nicht zu warten bis das Konsortium unter Federführung der Münchner Rück soweit ist.
Es geht also doch auch darum die Dinge anders zu tun. Meine Konzentration liegt derzeit auf der Primärenergie. Mit Wärmepumpen im Eigenheim und auch in der Akademie gelingt es, mir/uns den Primärenergieverbrauch im Bezug auf die Heizung um 60% zu senken.
Mein Nachbar Geschäftsführer einer Audi/VW Vertretung berichtet mir von seinen Anstrengungen den Restwert von Leasingautos nach 4 Jahren richtig anzusetzen.
Sie gehen davon aus, dass in 4 Jahren die Zukunft von Elektroautos für alle potentiellen Käufer deutlich wird. Wer will dann noch ein Fahrzeug mit alter Technologie. 80% aller Fahrten liegen im Schnitt bei 27 km, deshalb rechnet sich auch ein Fahrzeug mit einem Radius von 100km. Für die Urlaubsfahrten hast Du dann noch eine „Kiste mit alter Technologie“ in der Garage stehen. So sein O-Ton, ich denke da sind wir Zeit-Zeugen eines Trends , die nächsten 10 Jahre wird uns dieses Thema stark beschäftigen.
Bei ihm führt das dazu, dass er den Restwert Wert in 4 Jahren sehr niedrig ansetzt und die monatliche Leasingrate sehr hoch. Große Autos wie den A8 nimmt er überhaupt nicht mehr unter Leasingvertrag.
Bei mir führt das dazu, dass ich die 60 Parkplätze, die wir zusätzlich bauen wollen, gleich verkabeln lasse.
Selbst unsere kapitalistischen, imperialistischen europäischen Nachbarn, die Engländer setzten auf nachhaltige Energieformen (6000 Windkrafträder im Ärmelkanal). Damit ist eine weitere Integration in das Wirtschaftssystem geglückt. Du wirst sehen, das Zeitalter der Atomkraft ist jetzt vorbei und das der regenerativen Energien geht in Stufe zwei. Ein Grund mehr, optimistischer in die Welt zu blicken.
Frau Ulrike Greenway
Lieber Bernd,
wie wohltuend!
Kannst Du Gedankenlesen?
Jedes mal, wenn ich in einem Hotel bin, ärgere ich mich über die Toilettenartikel, die sich nicht sparsam portionieren lassen.
Wenn ich mir überlege, wie viele Beispiele dieser Art sich finden lassen, dann wird einem richtig schwindelig...
Frau Katja Kraus-Kühn
Lieber Bernd,
ganz herzlichen Dank für Deinen Blog.
Je mehr wir werden, umso mehr können wir durch Nicht-Eigenen Konsum oder eher eigene Konsum-Verweigerung auch anderen Mit-Menschen auf unserem Planeten einen gewissen, sehr bescheidenen Konsum ermöglichen.
Und wo es ohne Konsum (vermeintlich) nicht geht - "faire Preise für fair gehandelte Produkte und Dienstleistungen zahlen" könnte das positive Motto des neuen Wirtschaftens werden, oder?
Frau Carolin Morlock
Lieber Bernd,
mir geht es wie Dir mit der "roten Ampel" oder Scham bei Verschwendung, danke fuer Deine Gedanken.
Es tut gut zu merken, dass ich nicht die Einzige bin, die sich mit solchen "Kleinigkeiten" beschaeftigt. Fuer mich hat ein sorgf'aeltiger Umgang mit Ressourcen auch mit Respekt zu tun. Verschwendung empfinde ich als respektlos vor dem Gut, der Pflanze, dem Leben, dem Hersteller oder auch den Toten oder Kranken gegenueber, dessen Schicksal mit dem Herstellungsprozess verbunden ist.
Es ist auch ziemlich entmutigend zu sehen, welche Verschwendung hier in USA gelebt wird. Doch auch hier gibt es Andere, die versuchen ihr Leben zu vereinfachen und ihren Konsum zu reduzieren. Ich fuer meinen Teil versuche diesen Respekt und die Verbundenheit so konsequent, wie eben moeglich und auch nach Aussen hin, zu leben. Der Gedanke, dass ich dadurch die eigene Wuerde wahren kann, war mir nicht so bewusst. Ich kann diesem jedoch nur zustimmen.
Herr Harry Donau
Sehr geehrter Herr Schmid!
Ihre Ausführungen sind absolut meine Meinung, aber leider bin ich auch einer der zwar davon redet, aber auch nicht unbedingt ein Vorbild ist.
Ich bin mir ganz sicher, so wie wir im Moment leben, kann es auf Dauer nicht weitergehen, es wird ganz einfach nicht funktionieren.
Wir standen in 2009 kurz vor der Wand, sind es immer noch. Konsum ist uns als oberstes Ziel vorgegeben, wir können anscheinend ohne Wachstum unser jetziges System nicht halten.
Mir fehlen die Leitwölfe, die eine Vision haben und aussprechen wie die Welt mit Verteilung aussehen könnte. Dazu fehlt der Mut, es regiert kurzfristiges Denken. Ich bin mir aber sicher, wir könnten es schaffen, der Mensch ist lernfähig, im Moment stecken wir in einer Sackgasse.
Herr Günther Mohr
Hallo Bernd,
sehr interessant zur Morgenstund.
Ich als im Rheinland aufgewachsener Katholik aber noch durch "schlechte Zeiten"-Geschichten aus Krieg und Nachkriegszeit Gepeinigter stimme Dir da gerne zu.
Es geht aber noch weiter.
Das Merkwürdige ist, dass
1. als Argumentation für viel der Verschwendung genau die Ressourcenschonung missbraucht wird, eine bewusste Täuschung, die dem Verschwender noch ein ruhiges Ressourcengewissen gibt. (Etwa die Produktion eines neuen Autos und das Verschrotten eines alten als Beispiel für die Nicht-Schon-Haltung bei Ressourcen gehört dazu. Denn es wird da in der Regel nur der Verbrauch während des Betriebes gerechnet. Die Herstellung ist allerdings das
Ressourcen-Problem.)
2. eine Komfortgewöhnung bis hin zum Komfortzwang konditioniert wird, von der viele Menschnen dann kaum mehr los können
3. Ausblendung des langfristigen Zusammenhangs des Lebens den Menschen möglich ist -Groucho Marx: "Immer soll ich auf die zukünftigen Generationen denken, wann haben sich die zukünfigen Generationen schon einmal um mich gekümmert?"
4. die sogenannte Consumer-Power ebenfalls ein Witz ist. Bei CO2 etwa könnte alle Häuslebauer dämmen und machen, wenn die Industrie und die Kraftwerke hier nicht anders werden, nützt das fast gar nichts.
Die Menschheit konditioniert sich langsam ins Desaster. Aber es ist noch nicht genügend spürbarer Leidensdruck für eine Änderung vorhanden. Erst muss Holland Land unter sein.
Herr Christian Michelsen
Lieber Bernd Schmid,
Herzlichen Dank für Ihre Gedanken, die Sie - ohne Scheu vorm Belächeltwerden - da offenkundig machen. Tut gut.
Herr Herbert Urmann
Lieber Bernd Schmid,
Sie haben mich mit Ihren Gedanken wieder einmal sehr berührt und mir aus der Seele gesprochen - vielen Dank dafür!
Ganz herzlichen Gruß
Frau Angela Hack
Sehr geehrter Herr Schmid!
Vielen Dank für Ihre Gedanken. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich werde noch mehr darauf achten, wo sich in meinem Leben Verschwendungen breit machen und hoffe, auf den von Ihnen postulierten Mut, sich anderen gegenüber zu äußern und mit seiner Einstellung zu zeigen.
Alles Gute für Sie!
„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“ Mahatma Gandhi
Frau Karin Augustat
Als Beitrag zu diesem Blogbeitrag und auch dem letzten ("The story of stuff" !) möchte ich auf ein paar weitere Wege und Forschungen hinweisen, die derzeit unter Begriffen wie "Abfallablehner", "Waste is inefficient" und "die zweite industrielle Revolution" oder "Cradle to cradle" ("Von der Wiege zur Wiege") unterwegs sind.
Hier lohnenswerte Links zum weiterlesen und recherchieren:
Dabei sind die Forschungen und Entwicklungen von 'Soli fer' im Solarbereich ebenfalls beachtenswert und deren Newsletter "Sonnenfleck" immer wieder ein erfrischendes Bindeglied für innovative und kritische Informationen.
Ich habe inzwischen auch noch den Link zu dem Institut EPEA in Hamburg des Prof. Braungart gefunden: http://www.epea.com/deutsch/index.php Dort kann man auch sehen, daß es sogar schon eine "cradle to cradle"-Zertifizierung gibt!
Frau Anna Meyer
Lieber Herr Schmid,
von Hella Hagena erhielt ich den Link zu ihrem Blog. Der Text hat mir sehr gut gefallen.
Ich selbst beschäftige mich beruflich mit Umwelt- und Klimathemen in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Wie nötig wir hier in Deutschland eine Auseinandersetzung mit dem Thema haben, vergesse ich im Alltag manchmal.
Immer mal wieder über verschiedene Kanäle zum Umdenken aufzurufen macht also Sinn! Weiter so!
Neulich bekam ich ein Foto mit der Frage, ob der Welt nicht eine neue Ästhetik gut täte? Ist ein solches Bild von New York nicht viel besser als die, die wir sonst kennen?
Wie Sie schreiben, bezahlen wir eben im Moment noch nicht den wahren Preis für unseren Konsum.
Zwei Links zum Thema, die Sie vielleicht kennen, inspirieren mich immer mal wieder. Der Nachhaltigkeitsrat hat z.B. eine Publikation zum Nachhaltigen Warenkorb herausgegeben. Ein guter Begleiter beim nächsten Einkauf. Vieles kann man im Kleinen verändern, aber AUCH müssen wir politisch an die Sache ran. Ganz klar!