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		<title>Bernd Schmid spezial</title>
		<description>In Bernd Schmid spezial, dem persönlichen Bereich von Bernd Schmid  finden Sie Professionelles, soweit es nicht schon auf der ISB-Website dargestellt ist. Sie finden aber auch Lebensgeschichtliches, Literarisches und Privates. Wer Bernd Schmid auf diesen Ebenen begegnen möchte, ist auch in diesen Bereichen willkommen.</description>
		<link>http://www.systemische-professionalitaet.de/berndschmid</link>
		<lastBuildDate>Thu, 17 May 2012 09:36:50 +0100</lastBuildDate>
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			<title>Bernd Schmid spezial</title>
			<link>http://www.systemische-professionalitaet.de/berndschmid/bernd-schmid-profil/frontpage_welcome.html</link>
			<description>Jetzt erschienen bei Vandenhoeck   Ruprecht: Bernd Schmid / Andrea G&amp;uuml;nter - Systemische Traumarbeit  - Der sch&amp;ouml;pferische Dialog anhand von Tr&amp;auml;umen   - Eine Leseprobe finden Sie hier  

 


Lange war die Website des ISB auch die von Bernd Schmid . Nach Jahren eines gelungenen &amp;Uuml;bergangs wird das ISB heute von vielen Menschen getragen und repr&amp;auml;sentiert. Bernd Schmid ist in leitender Funktion weiterhin dabei. Doch gleichzeitig entstand die Notwendigkeit und die Freiheit, sich neben dem ISB als Weiterbildungseinrichtung eigenst&amp;auml;ndig zu definieren. 


In Bernd Schmid spezial, dem pers&amp;ouml;nlichen Bereich von Bernd Schmid  finden Sie Professionelles, soweit es nicht schon auf der ISB-Website dargestellt ist. Sie finden aber auch Lebensgeschichtliches, Literarisches und Privates. Wer Bernd Schmid auf diesen Ebenen begegnen m&amp;ouml;chte, ist auch in diesen Bereichen willkommen. 


Eine &amp;Uuml;bersicht finden sie auf der Sitemap Bernd Schmid spezial 

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			<category>Frontpage Inhalt - Bernd Schmid - Profil</category>
			<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 12:15:18 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Blog 82: Reformierbar? - Von Bernd Schmid 16.05.2012</title>
			<link>http://www.systemische-professionalitaet.de/berndschmid/bernd-schmids-blog/blog-82-reformierbar-von-bernd-schmid-16.05.2012.html</link>
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Wenn Sie diesen Blog in gr&amp;ouml;&amp;szlig;erer Schrift lesen m&amp;ouml;chten, klicken Sie bitte hier (http://www.systemische-professionalitaet.de/isbweb/component/option,com_docman/task,doc_download/gid,1914/).

&amp;bdquo;Kein Geld in Systeme, die sich nicht erneuern!&amp;ldquo; Kretschmann, Ministerpr&amp;auml;sident BW

Oder allgemeiner: kein Kraft- oder Ressourceneinsatz, der nur dazu dient, ein nicht lebenst&amp;uuml;chtiges System in Betrieb zu halten. Und &amp;bdquo;griechische Verh&amp;auml;ltnisse&amp;ldquo; gibt es vielerorts. 

Ein Beispiel: Von engagierten Mitarbeitern einer Bildungseinrichtung wurden wir angefragt, ob wir nicht eine entstehende Initiative unterst&amp;uuml;tzen k&amp;ouml;nnten. Immer mehr Mitarbeiter (Lehrende wie Administratoren) w&amp;uuml;rden wegen nicht mehr ertr&amp;auml;glichen Belastungen und deren Auswirkungen auf Leistung und Lebensqualit&amp;auml;t pers&amp;ouml;nliche Unterst&amp;uuml;tzung bei ihnen anfragen. Bislang g&amp;auml;be es f&amp;uuml;r so etwas keinen Auftrag, kein Betreuungskonzept, keine Kapazit&amp;auml;ten und auch keine Mittel. Wir h&amp;auml;tten doch Zugang zu vielen Beratern, die f&amp;uuml;r eine gute Sache auch mal ehrenamtlich t&amp;auml;tig w&amp;uuml;rden, zumindest bis sich die Initiative bew&amp;auml;hrt h&amp;auml;tte, bis Notwendigkeit und Nutzen auch von der Einrichtungsleitung erkannt und Mittel verf&amp;uuml;gbar gemacht w&amp;uuml;rden.

Ja, im Prinzip gerne. F&amp;uuml;r eine gute Sache sind wir immer zu haben. Doch ist die Sache gut? Welche Funktion h&amp;auml;tte das Ganze? 
Es stellte sich heraus, dass sich diese Bildungseinrichtung, gen&amp;auml;hrt durch einen anf&amp;auml;nglich satten Strom an &amp;ouml;ffentlichen Mitteln und Sponsorengeldern, enorm aufgebl&amp;auml;ht hatte. Apparate, Liebhabereien, Luxusausstattungen und &amp;ouml;ffentlichkeitswirksame Auftritte waren ausgebaut worden. Die geleistete Bildung wuchs quantitativ wie qualitativ nicht mit. Das sollte alles noch kommen und dem sollte ein gepflegtes Niveau der Einrichtung dienen. Doch wir kriegten irgendwie Bilder von luxuri&amp;ouml;sem Wohlleben und Hofhaltung nicht aus unseren K&amp;ouml;pfen. Zumindest blieb fraglich, wie gewissenhaft die propagierten Leistungen und gesellschaftlichen Beitr&amp;auml;ge mit vertretbarem Ressourcenaufwand und in annehmbarer Qualit&amp;auml;t entwickelt wurden. Erwartungen weiteren Wachstums n&amp;auml;hrten Hoffnungen, man k&amp;ouml;nne Fehlentwicklungen sp&amp;auml;ter korrigieren. Zu viele spielten mit, solange solche Illusionen hielten. 

Nun war die Blase geplatzt. Eine neue Leitung sollte den Kurs der Einrichtung Richtung solides Wirtschaften und Nachhaltigkeit korrigieren. Doch waren nicht Strukturen, Anrechte und Gewohnheiten entstanden, mit denen eine R&amp;uuml;ckkehr zur Vernunft absehbar schwer m&amp;ouml;glich war? Blieben nicht fraglich, ob hinreichend Einsicht, Entschlossenheit und  Kompetenzen verf&amp;uuml;gbar waren? Die Reformen reichten vermutlich bei weitem nicht aus. Dann waren weitere chronische &amp;Uuml;berlastungen der Verantwortungsbewussten in diesen Strukturen unausweichlich. Sollten wir hier einspringen? Hatten wir es mit einem Subventionsjunkie zu tun? W&amp;uuml;rden wir dann weiteren Stoff liefern? W&amp;uuml;rde das notwendige weitere Therapie auf Systemebene hinausz&amp;ouml;gern? W&amp;auml;re das &amp;ndash;gut gemeint- ein B&amp;auml;rendienst?

Wahrscheinlich k&amp;ouml;nnten nur viel h&amp;auml;rtere Einschnitte die Voraussetzung schaffen, dass Nachhaltigkeit in dieser Einrichtung erreicht werden k&amp;ouml;nnte. Auf dieser Basis k&amp;ouml;nnte Unterst&amp;uuml;tzung Einzelner Organisationsentwicklung f&amp;ouml;rdern und nicht nur chronische M&amp;auml;ngel kompensieren helfen. Eine neue Anschubinvestition k&amp;ouml;nnte dann gerechtfertigt sein, selbst wenn dabei auch L&amp;uuml;cken gef&amp;uuml;llt werden, eine Art Methadon-Programm, sorgf&amp;auml;ltig kontrolliert und im Dienste neuer Lebenst&amp;uuml;chtigkeit. Dann gerne auch Coaching. Allerdings blieben neben Personalentwicklungsma&amp;szlig;nahmen Organisationsentwicklung und Organisationskulturentwicklung entscheidend.

Doch Reformen sind schwierig, selbst wenn ihre Notwendigkeit klar ist. Wie kann man nach falschen Prinzipien entstandene Strukturen und eingeschliffene Kulturgewohnheiten umgestalten? Ist es nicht einfacher, solche Systeme abzuwickeln und neu zu bauen? Nat&amp;uuml;rlich ist gut, dabei so viel wie m&amp;ouml;glich f&amp;uuml;r weitere Verwendung zu erhalten oder zu recyceln. Und w&amp;auml;re es nicht besser, wenn andere woanders neu anfangen, um der Magie der S&amp;uuml;chte und Gewohnheiten zu entrinnen? Klingt irgendwie hart. Und das von einem, der sich Entwicklung verschrieben hat. Aber kann man sich eben nicht auch &amp;uuml;bernehmen und deshalb -gut gemeint- Schlechtes tun? M&amp;uuml;sste zum Repertoire nicht auch geh&amp;ouml;ren, wenn f&amp;uuml;r ein System die Zeit um ist? Erst Dekonstruktion, dann Neukonstruktion. &amp;bdquo;Manchen Systemen kann man nur dadurch helfen, dass man ihnen nicht hilft!&amp;ldquo; (unbekannte Quelle)

Wenn eine Organisation, wenn eine veraltete L&amp;ouml;sung der Evolution sterben muss, muss das kein Weltuntergang sein. Nur wenn man sich &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;ig damit identifiziert und sich vor anstehenden Umw&amp;auml;lzungen f&amp;uuml;rchtet.  Menschen untergehen zu lassen, w&amp;auml;re inhuman. Anhaftungen und Anspr&amp;uuml;chlichkeiten untergehen lassen, weniger. Ist das nicht manchmal unumg&amp;auml;nglich, wenn nicht noch gr&amp;ouml;&amp;szlig;erer Schaden entstehen soll? Ist &amp;bdquo;Schrecken ohne Ende&amp;ldquo; die humanere L&amp;ouml;sung?

Alles keine neuen &amp;Uuml;berlegungen! Das gebe ich ja zu. Vielleicht geht es auch mehr um emotionale Verarbeitung, zumal die, denen man Hilfeleistung verweigert, nicht die sind, die f&amp;uuml;r die Misere verantwortlich sind. Oft sind sie mehr Opfer und nur in geringem Ma&amp;szlig; Mitt&amp;auml;ter, haben sie nicht gen&amp;uuml;gend Einblick in die Zusammenh&amp;auml;nge und Einfluss auf die Stellgr&amp;ouml;&amp;szlig;en. Daher macht es betroffen, wenn man zu dem Schluss kommt, dass ihr System so nicht entwicklungsf&amp;auml;hig ist und man ihnen deshalb Ressourcen verweigert. Sie selbst sind verst&amp;auml;ndlicherweise mehr identifiziert und sp&amp;uuml;ren dies bei aller Vernunft als pers&amp;ouml;nliche Botschaft. Ihnen ihr Ungemach zumuten, ist nicht einfach. 

Tr&amp;ouml;stlich w&amp;auml;re, wenn man w&amp;uuml;sste, dass nach dem Tod des bisherigen Systems etwas Neues, etwas Besseres aus den Tr&amp;uuml;mmern erwachsen wird. Doch man muss sich eben auch dem Ende stellen, wenn es nichts als ein Ende ist. Keine leichte Lektion.


&amp;bull; Wenn Sie diesen Blog kommentieren m&amp;ouml;chten schreiben Sie an schmid@isb-w.de
(Generell gilt, dass wir uns frei f&amp;uuml;hlen, Zuschriften zum Thema dort 
ganz oder auszugsweise mit Namen zu ver&amp;ouml;ffentlichen, es sei denn sie 
sind als privat oder anonym markiert).


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			<category>Frontpage Inhalt - Bernd Schmids Blog</category>
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 14:04:55 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Blog 81: Aus einem Guss? - Von Bernd Schmid 27.04.2012</title>
			<link>http://www.systemische-professionalitaet.de/berndschmid/bernd-schmids-blog/blog-81-aus-einem-guss-von-bernd-schmid-27.04.2012.html</link>
			<description>




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&amp;bdquo;Ich
habe immer gewusst, dass es mich gibt, auch wenn ich mich nicht gesp&amp;uuml;rt habe.&amp;ldquo;
(Patientin &amp;uuml;ber die Zeit im Koma)[1 (#1)]


Dass wir nicht immer &amp;bdquo;alle beieinander haben&amp;ldquo;, d&amp;uuml;rfte
mancher schon erfahren haben. Und doch erlebe ich mich als Individuum, als
einen Ungeteilten.[2 (#2)] Wenn
ich morgens aufwache, meine ich noch der von gestern zu sein. Wenn ich
beruflich engagiert bin, ist da immer noch der mir vertraute Privatmensch, wenn
auch mehr im Hintergrund. Immer wieder teilten schon psychologische Betrachtungen
Individuen in verschiedene Teilaspekte auf, deren Spiel zusammen und
gegeneinander es dann zu therapieren galt.[3 (#3)]
Und doch blieb mir immer wichtig, dass Menschen Spaltungen ihrer selbst und
ihrer Welten nicht akzeptieren, sondern  Selbststeuerungen
zwischen ihren Pers&amp;ouml;nlichkeitswelten in Austausch und Balance bringen. Es blieb
ein Ideal, unverwechselbar man selbst zu werden und Individuation[4 (#4)]
der Weg dorthin. Dies sollte auch im Beruf[5 (#5)]
und in Organisationen gelten. Man sollte zu sich finden. Der Fragmentierung des
Menschen, ja der heute so oft beklagten Zerrissenheit, sollte etwas
entgegengesetzt werden.  


Das alles war irgendwie von einem Zentrum der Pers&amp;ouml;nlichkeit
aus gedacht, von einer Seele her, die sich in der Pers&amp;ouml;nlichkeit und im Leben zu
verwirklichen sucht. Und jetzt wird das alles in der neu aufgeflammten
Diskussion um Identit&amp;auml;t auf den Kopf gestellt. Precht verweist auf Befunde der
Hirnforschung[6 (#6)], nach
denen ganz verschiedene Areale und Organisationsmuster im Gehirn aktiv sind,
wenn wir uns in verschiedenen Rollen bewegen. Teilpers&amp;ouml;nlichkeiten scheinen
sich relativ unabh&amp;auml;ngig voneinander zu organisieren. Erst in einer
Extrafunktion des Gehirns wird das alles zusammengedichtet. Wird von einer
gigantischen Meaning Making Machine[7 (#7)]
im Gehirn lediglich nachtr&amp;auml;glich eine Story erfunden, um diesen Flickenteppich an
Fragmenten in einen Zusammenhang zu bringen?[8 (#8)]  Das M&amp;auml;rchen vom Ich? Ohne R&amp;uuml;cksicht auf
Wahrheitsgehalt?


Irgendwie halten wir fest am Ideal des Menschen, der umgeht
mit dem, was er als wirklich erf&amp;auml;hrt, denkt und f&amp;uuml;hlt und entsprechend handelt,
der Widerspr&amp;uuml;che entdecken und Unvertr&amp;auml;glichkeiten in Dialog und zum Ausgleich
bringen will, -eben am Ideal einer Integrierten Pers&amp;ouml;nlichkeit.  Integration
meint die verschiedenen Lebensvollz&amp;uuml;ge und &amp;ndash;entwicklungen unter einen Hut
bringen und Integrit&amp;auml;t, dabei
wesentlich zu werden. Sollten auch das Fiktionen sein? Ist da nichts au&amp;szlig;er
irgendeiner Notwendigkeit uns vorzugaukeln, dass die Ich-Fragmente multipler
Pers&amp;ouml;nlichkeiten irgendwie eine Pers&amp;ouml;nlichkeit w&amp;auml;ren? Es w&amp;uuml;rde dann ja keine
gro&amp;szlig;e Rolle spielen, ob Konsistenzen in der Pers&amp;ouml;nlichkeit und im Bezug zu
verschiedenen Welten, irgendetwas mit Wahrheit zu tun haben. Jede Illusion
diesbez&amp;uuml;glich tut es auch, ist ja eh alles Legende. Oder bin ich jetzt nur
beleidigt? Bei der kopernikanischen Wende h&amp;auml;tten wir uns daran gew&amp;ouml;hnen m&amp;uuml;ssen,
dass die Erde nicht Mittelpunkt des Universums ist, sondern ein Planet am Rande
der Milchstrasse. Jetzt m&amp;uuml;ssten wir halt akzeptieren, dass Bewusstsein und
Willen eher marginale Erscheinungen am Rande biologischer Prozesse -insbesondere
im Gehirn- sind.


Gut, jeder von uns merkt, dass er in verschiedenen Kontexten
und zu verschiedenen Zeiten ganz verschieden sein kann. Wir m&amp;uuml;ssen wirklich mit
erstaunlichen Inkonsequenzen leben, wollen wir uns nicht v&amp;ouml;llig &amp;uuml;bernehmen. Da
darf ich 10 Cent beim Yoghurt sparen und danach unbesehen ein teures Notebook
kaufen. Da unterst&amp;uuml;tze ich gro&amp;szlig;z&amp;uuml;gig Greenpeace und werfe deren Post unbesehen
in den Papierkorb. Bei amnesty international Briefaktionen geht das nicht, weil
mir da ein konkreter Mensch vor Augen gef&amp;uuml;hrt wird. Also irgendwie will ich
dazu ein Verh&amp;auml;ltnis haben, Zusammenh&amp;auml;nge erkennen und verantworten. Ich will
nicht v&amp;ouml;llig inkonsequent vor mich hin leben und mir das irgendwie sch&amp;ouml;nreden.
Das sch&amp;auml;digt mein Selbstverst&amp;auml;ndnis und durch Verantwortungsbefreiung unsere
Lebensgrundlagen. Irgendwie will ich Dimensionen wie Vernunft und Aufkl&amp;auml;rung
retten. Oder ist das wieder so eine nette Story, die ich mir am Rande meiner
tats&amp;auml;chlichen Existenz erz&amp;auml;hle.


Tut es wirklich jede Illusion von integrierter
Pers&amp;ouml;nlichkeit und Verantwortung f&amp;uuml;r sich und andere auch? D&amp;uuml;rfen wir das auch
auf Organisationen &amp;uuml;bertragen? Sind Vorstellungen von Organisationskultur als
integrierende und Komplexit&amp;auml;t gestaltende Kraft auch blo&amp;szlig; nette Stories, die
man sich auch von Werbeagenturen machen lassen kann? Viele Organisationen
scheinen sich damit begn&amp;uuml;gen zu wollen. Wenn man eh die Dinge nicht in einen
Zusammenhang bringen kann, wozu dann Werteorientierung und Anspr&amp;uuml;che an F&amp;uuml;hrung?


Reichen Kennzahlen als Zeichen daf&amp;uuml;r, dass die Organisation gedeiht oder
zumindest gegenw&amp;auml;rtig &amp;uuml;berlebt?

Kann das gut gehen? 

Wollen wir so leben?





[1]http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/am-rand-des-bewusstseins/-/id=660374/nid=660374/did=9418810/1xbnvl1/index.html (http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/am-rand-des-bewusstseins/-/id=660374/nid=660374/did=9418810/1xbnvl1/index.html)




[2]http://de.wikipedia.org/wiki/Individuum (http://de.wikipedia.org/wiki/Individuum)  




[3]http://de.wikipedia.org/wiki/Individuation (http://de.wikipedia.org/wiki/Individuation)




[5]http://www.ehp.biz/buecher/buchdetail.php?itemID=169 (http://www.ehp.biz/buecher/buchdetail.php?itemID=169)




[6]http://www.3sat.de/mediathek/?display=1 mode=play obj=25968 (http://www.3sat.de/mediathek/?display=1 mode=play obj=25968)




[7]http://www.v-r.de/de/title-0-0/systemische_traumarbeit-1008263/ (http://www.v-r.de/de/title-0-0/systemische_traumarbeit-1008263/)




[8]http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/02/Mensch-Individuum-Selbstbewusstsein (http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/02/Mensch-Individuum-Selbstbewusstsein)
Das Ich ist ein
M&amp;auml;rchen in http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83977257.html (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83977257.html)


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</description>
			<category>Frontpage Inhalt - Bernd Schmids Blog</category>
			<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 11:35:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Blog 80: Österliche Stimmungen - Von Bernd Schmid 05.04.2012</title>
			<link>http://www.systemische-professionalitaet.de/berndschmid/bernd-schmids-blog/blog80.html</link>
			<description>



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Der Samen der besseren Ideen muss meist lange auf den Pflug des Umbruchs warten[1 (#1)].
 
Da haben wir uns heute am Tisch mal wieder &amp;uuml;ber den Zeitgeist unterhalten. Die KollegInnen erz&amp;auml;hlen aus den Unternehmen, aus Gespr&amp;auml;chen auch auf Topetagen, wo sie den angefeuchteten Finger hochhalten, um zu sp&amp;uuml;ren woher der Wind weht. 
So Vieles l&amp;auml;uft nebeneinander, scheinbar gegenl&amp;auml;ufig, eigentlich unvereinbar.
 
Einerseits Profit- und Wachstumswahnsinn. Manche Konzerne sind selbst mit Rekordgewinnen unzufrieden, weil andere noch mehr Profit machen. Selbst kraftstrotzende Unternehmen denken an weiteren Arbeitsplatzabbau, um die Aktienkurse hochzutreiben. Nicht nur, dass unter dem Primat des Profits Ressourcen gepl&amp;uuml;ndert und alle Begrenzungsbem&amp;uuml;hungen, z.B. beim Energieverbrauch, &amp;uuml;berkompensiert werden: Das weitere &amp;Ouml;ffnen der Scheren bedroht auch den sozialen Frieden und am Ende die Demokratien. Noch k&amp;ouml;nnte dem wahrscheinlich durch ein Wiedererlangen des Primats verantwortlicher Politik Einhalt geboten werden, aber wie lange noch? Oder ist Demokratie eh blo&amp;szlig; eine von anderen Kr&amp;auml;ften geduldete Variante gesellschaftlicher Organisation? Kann es gelingen durch ethische und politische Rahmensetzungen Wirtschaften vorrangig in den Dienst der menschlichen und gesellschaftlichen Wohlfahrt zu stellen? 
 
Vielleicht eine H&amp;auml;lfte der verantwortlichen Akteure lebt ganz in der Magie des industriellen Wirtschaftssystems, w&amp;auml;hrend die andere H&amp;auml;lfte ahnt, dass sich dieses System &amp;uuml;berlebt hat und zu einem Selbstzerst&amp;ouml;rungsprogramm geworden ist. Und als Privatmenschen r&amp;auml;umen sie ein, dass das so nicht fortgesetzt werden darf. Doch als Funktionstr&amp;auml;ger in ihren Unternehmen leben sie in einer kollektiven Trance und wissen nicht, wie es anders sein k&amp;ouml;nnte. Noch nicht. Die Magie der geschaffenen Wirklichkeitsgewohnheiten, in denen sich auch scheinbar M&amp;auml;chtige gefangen sehen, ist gro&amp;szlig;. Um die eingefahrenen Regelwerke zu ver&amp;auml;ndern, w&amp;auml;re so Vieles gleichzeitig und aufeinander abgestimmt zu tun, dass es schwer ist, Entwicklung in Gang zu bringen. Wir alle brauchen Neu-Orientierung f&amp;uuml;r unser Wirtschaften[2 (#2)]. Vielleicht brauchen wir eine neue gro&amp;szlig;e tragende Idee, die jenseits der g&amp;auml;ngigen Ideologien liegt. Diese ist nicht in Sicht, weshalb sich viele an Vertrautes klammern. Allein anzuerkennen, dass die lange bew&amp;auml;hrten und Wohlstand f&amp;uuml;r alle verhei&amp;szlig;enden Logiken der Industrialisierung am Ende sind, w&amp;auml;re schon viel. Aber wie sollte man aufgeben k&amp;ouml;nnen, ohne zu wissen was kommt? Karfreitagstimmung.
 
Auf der anderen Seite erleben wir hier viele kompetente und wertorientierte Professionelle, die sich in einem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem verwirklichen wollen, das ihnen Sinn macht. Sie wollen nicht in berufliche und private Identit&amp;auml;ten gespalten leben. Das sind keine &amp;bdquo;Romantiker&amp;ldquo;, sondern Leistungstr&amp;auml;ger und bereit zu humanem Wirtschaften. Irgendwann m&amp;uuml;ssen sich die Systeme bewegen, wenn sie diese Kr&amp;auml;fte binden wollen. Und da ist auch was in Gang. &amp;Uuml;berall werden Alternativen zu Politik und Wirtschaft gefordert und diskutiert[3 (#3)]. Auch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos 2012 fand z.B. ein fundamentaler Kritiker aus Kultursicht Geh&amp;ouml;r[4 (#4)]. Das Buch von Tom&amp;aacute;&amp;scaron; Sedl&amp;aacute;&amp;#269;ek (2012) &amp;bdquo;Die &amp;Ouml;konomie von Gut und B&amp;ouml;se&amp;ldquo; sei auch in Finanzkreisen ein Bestseller. Selbst ein alternativer Entwurf der &amp;bdquo;linken&amp;ldquo; Kritikerin Sarah Wagenknecht soll auf Interesse und W&amp;uuml;rdigung sto&amp;szlig;en[5 (#5)]. Ostersonntagshoffnungen?
Bahnt sich da ein Umschwung an, wie er durch das bekannte Bild von Yin und Yang illustriert wird? Sind da Pendel am Ende ihres Ausschlags und schwingen zur&amp;uuml;ck? Treiben es davor die alten Kr&amp;auml;fte auf die Spitze? Dominieren Verr&amp;uuml;cktheiten und Orientierungslosigkeit noch das Bild, w&amp;auml;hrend sich dahinter etwas Neues aufbaut? Sind d&amp;uuml;stere Aussichten auch ein Wahrnehmungsproblem? Ein fallender Baum macht mehr L&amp;auml;rm als ein wachsender Wald, lautet ein bekanntes tibetanisches Sprichwort. Oder etwas wissenschaftlicher in Begriffen von positiver und negativer Entropie: Aufl&amp;ouml;sung von Ordnung ist leichter wahrnehmbar, weil Zerfall Energie freisetzt. Beim Aufbau des Neuen wird Energie gebunden[6 (#6)]. Es ist eine eigene Wahrnehmungskunst, heraufziehende, sich erst als Silberstreif am morgendlichen Horizont abzeichnende Entwicklungen zu erkennen. 
 
Kann man die schlimmsten Entartungen der vergehenden Logiken verhindern, bevor sie die Zukunftschancen mit in ihren Niedergang rei&amp;szlig;en? Kann man Systeme, die sich in &amp;bdquo;systemrelevante&amp;ldquo; Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e und Undurchsichtigkeit fl&amp;uuml;chten, zur M&amp;auml;&amp;szlig;igung und zu geordnetem R&amp;uuml;ckbau bewegen? Dazu m&amp;uuml;ssten ihre Lenker und alle sonstigen Share- und Stakeholder Schrumpfungen annehmen, ja konstruktiv gestalten lernen. Wir alle m&amp;uuml;ssten uns positiv dazu stellen lernen, dass es nicht immer vorw&amp;auml;rts oder aufw&amp;auml;rts geht, sondern eben auch Aufgeben und Platz machen der Evolution dient. Aufstieg und Niedergang geh&amp;ouml;ren zum Leben. Oder freundlicher: Die Systeme m&amp;uuml;ssen ein- und ausatmen lernen.
 
Am Ende m&amp;uuml;ssen wir alle lernen zu vergehen. Hat Altern nicht auch etwas von einem Leidensweg? Kann man ihn in W&amp;uuml;rde gehen? Gibt es so etwas auch f&amp;uuml;r Systeme und das Wirtschaften des Industriellen Zeitalters?


[1]Originalton  Spr&amp;uuml;che von Bernd Schmid aus dem ISB-Wiesloch (http://www.systemische-professionalitaet.de/isbweb/component/option,com_docman/task,doc_download/gid,209/)  S. 42
[2]Bernd Schmid (2012) Orientierungspunkte f&amp;uuml;r humanes Wirtschaften (http://www.systemische-professionalitaet.de/isbweb/component/option,com_docman/task,doc_download/gid,1886/) 
[3]7. Konstanzer Konzilgespr&amp;auml;ch: M&amp;uuml;ssen wir auf unseren Wohlstand verzichten?  (http://mp3-download.swr.de/swr2/forum/2012/03/swr2_forum_20120326_muessen_wir_auf_unseren_wohlstand_verzichten.6444m.mp3) 
Oder: Harald Welzer Wohlstand ohne Wachstum - wie ist das m&amp;ouml;glich? SWR2 Wissen: Aula v. 18.3.2012 (http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/wohlstand-ohne-wachstum/-/id=660374/nid=660374/did=9244940/1lzrt36/index.html) 
[4]Tom&amp;aacute;&amp;scaron; Sedl&amp;aacute;&amp;#269;ek: Warum die &amp;Ouml;konomie ein kulturelles Ph&amp;auml;nomen ist  (http://www.videoportal.sf.tv/video?id=f990d315-d116-46e7-8c9d-58b672ffca97;DCSext.zugang=videoportal_sendungsuebersicht) 
[5]059 Phasen der Krisenentwicklung im Unternehmen - B. Schmid u. A. Messmer 2004 (http://www.systemische-professionalitaet.de/isbweb/component/option,com_docman/task,doc_download/gid,468/)   Auszug: ...systemisches Management und Organisation, Nr. 17, Jan./Feb. 2004. Ver&amp;ouml;ffentlichungstitel: Krisenphasen diagnostizieren und damit umgehen (Band III, Kap. 3).  
Oder als Audio: 402 Phasen der Desintegration und Integration von Organisationen - Bernd Schmid 
Auszug : 43.8MB, 00:59:15h

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			<category>Frontpage Inhalt - Bernd Schmids Blog</category>
			<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 09:43:29 +0100</pubDate>
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			<title>Blog 79: Schattenwesen - Von Bernd Schmid 16.03.2012</title>
			<link>http://www.systemische-professionalitaet.de/berndschmid/bernd-schmids-blog/blog79.html</link>
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Im Laufe unserer Entwicklung formen wir eine Pers&amp;ouml;nlichkeit, die wir f&amp;uuml;r uns selbst halten. In diese bewusste Pers&amp;ouml;nlichkeit werden Kr&amp;auml;fte und Eigenschaften aufgenommen, die wir im Angesicht bisheriger Herausforderungen, Spielr&amp;auml;ume und Belastungen integrieren konnten. Andere Aspekte unserer Wesensarten sind in den Hintergrund gedr&amp;auml;ngt oder blieben zun&amp;auml;chst im Dunkeln. Wenn sie uns drau&amp;szlig;en in der Welt begegnen, bewundern, verachten oder f&amp;uuml;rchten wir sie. Da ist der wunderbare Mensch, der ich leider nicht bin, der Einfaltspinsel, der ich - dem Himmel sei Dank - nicht bin, oder der skrupellose Typ, mit dem ich hoffentlich nichts zu tun zu haben muss. Alles ist drau&amp;szlig;en, alles bin nicht ich. 
Doch dann begegnen mir solche Wesen in meinen Tr&amp;auml;umen. Sie erscheinen dort als &amp;bdquo;die Anderen&amp;ldquo;, als Fremde, als bet&amp;ouml;rende Lichtgestalten oder zudringliche &amp;Auml;rgernisse oft in unverst&amp;auml;ndlichen Szenerien. Wirklich fremd? Oder nur dem Gewohnheits-Ich fern, aber zu mir geh&amp;ouml;rend?

Eine Managerin erwacht in Panik aus folgendem Traum: Ich bin mit meinem Freund tauchen. Flaches K&amp;uuml;stengew&amp;auml;sser, unverf&amp;auml;ngliche Stimmung. Wir sehen eine Boje an einer Kette und werden neugierig. Da taucht ein meterlanger Hai auf. Er schwimmt zur Boje, nimmt sie zwischen seine beachtlichen Zahnreihen und zieht sie spielerisch hin und her. Mein Freund ist fasziniert und schwimmt n&amp;auml;her hin, w&amp;auml;hrend ich &amp;auml;ngstlich Abstand halte. Pl&amp;ouml;tzlich wendet sich der Hai um, schwimmt auf mich zu, rei&amp;szlig;t sein Maul auf. &amp;bdquo;Das war&amp;rsquo;s dann!&amp;ldquo;. Ich sitze kerzengerade im Bett und brauche eine ganze Weile, bis ich merke, dass das ein Traum war.



Warum diese schockierende Attacke, wo sie gerade zufrieden und 
erfolgreich eine professionelle Qualifizierung abschlie&amp;szlig;t, in ihrem 
Privatleben gl&amp;uuml;cklich und im Beruf endlich stimmig unterwegs ist? Im 
Gespr&amp;auml;ch zeigt sie sich ged&amp;auml;mpft, die Emotionen sind nicht zu sp&amp;uuml;ren. 
Als einzige Assoziation f&amp;auml;llt ihr das vorige T&amp;auml;tigkeitsfeld ein: Ein 
&amp;bdquo;Haifischbecken&amp;ldquo;. Vielleicht l&amp;ouml;sen sich erst jetzt die dort 
&amp;bdquo;eingefrorenen Emotionen&amp;ldquo;. Dies geschieht oft gerade dann, wenn sich die
Lage entspannt, sich die Pers&amp;ouml;nlichkeit &amp;ouml;ffnet und schwingungsbereiter 
wird. Dann, sozusagen in Retrospektive, verdeutlicht sich die empfundene
Bedrohung, und die dazugeh&amp;ouml;rigen Emotionen werden frei, die zu sp&amp;uuml;ren 
seinerzeit nicht opportun schien. So gesehen l&amp;ouml;sen sich vielleicht 
Blockaden, eine nachtr&amp;auml;gliche Aneignung einer Erfahrung und damit w&amp;auml;re 
es auch gut. Kein weiterer Kl&amp;auml;rungsbedarf. Sie ist das Opfer, der Hai 
ist drau&amp;szlig;en, hat nichts mit ihr zu tun. Oder vielleicht doch? Immerhin 
ist es ihr Traum. Er kommt aus ihr. Was immer im Traum vorkommt, ist 
auch in ihr, sonst k&amp;ouml;nnte sie es nicht tr&amp;auml;umen. So gesehen ist sie auch 
der Hai. Und die &amp;bdquo;bedrohte Taucherin&amp;ldquo;, Besucherin eines nicht f&amp;uuml;r 
Menschen gemachten Lebensraumes, ist eine Variante ihres Ichs, mit der 
sie sich zu identifizieren angew&amp;ouml;hnt hat. Symbolisch gesehen muss diese 
Variante vielleicht sterben, damit eine neue gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Pers&amp;ouml;nlichkeit 
entstehen kann, die sie k&amp;uuml;nftig &amp;bdquo;Ich&amp;ldquo; nennt. Der Hai, das Meer und der 
Freund als Symbole ihrer Seele[1 (#1)] w&amp;auml;ren dann wesentliche Zutaten und Milieus f&amp;uuml;r dieses neue Ich. 



Doch wie sich mit Seelenkr&amp;auml;ften, die sich in einem Hai zeigen, anfreunden[2 (#2)]?
Haie sind bemerkenswerte Erscheinungen der Evolution. Sie haben ca. 600
Millionen Jahre &amp;uuml;berlebt. Von dieser Kompetenz in sich zu haben, k&amp;ouml;nnte
man als Ressource betrachten. Dem Freund, dem m&amp;auml;nnlichen Teil ihrer 
Seele, der sich neugierig n&amp;auml;hert, tut der Hai nichts, sucht aber die 
intensive Begegnung mit dem &amp;auml;ngstlichen Teil. 



Sich mal zum Kennenlernen probeweise mit dem Hai zu identifizieren f&amp;auml;llt
ihr schwer. Zu sehr ist sie noch Opfer. Vielleicht ginge es erst mal 
leichter, sich mit dem neugierigen Freund zu identifizieren. Die 
Hai-Seite ist extrem ungewohnt. Dabei k&amp;ouml;nnte sie als Hai sp&amp;uuml;ren, wie 
geschickt man mit scharfen Z&amp;auml;hnen mit einer Boje spielen, wie sehr man 
sein Element beherrschen kann und wie kraftvoll konfrontativ man in 
Kontakt gehen kann. Ihre Pers&amp;ouml;nlichkeit um all das zu bereichern w&amp;auml;re 
doch ein Gewinn, oder? 



Wenn eigene Seelenkr&amp;auml;fte noch fremd sind, zeigen sie sich in fernen 
Ausdrucksformen, z.B. als &amp;bdquo;Vorstufen des Menschen&amp;ldquo;, als Tier, Pflanze, 
als anorganische Wesen. Kommen sie n&amp;auml;her, werden auch die 
Erscheinungsformen immer &amp;bdquo;verwandter&amp;ldquo;, bekommen schlie&amp;szlig;lich menschliche 
Gestalt und Individualit&amp;auml;t. Sind wir begegnungsbereit, machen wir uns am
Ende zu eigen, was uns zuvor als Fremdes erschreckt oder begeistert 
hat. Der Fisch Hai wird vom S&amp;auml;ugetier Wolf abgel&amp;ouml;st, dieser wird 
schlie&amp;szlig;lich als Hirtenhund zum Kameraden, bis man schlie&amp;szlig;lich beim 
Kollegen, dem &amp;bdquo;scharfen Hund&amp;ldquo; Positives entdeckt. Am Ende entdeckt man 
bei sich chronisch unterdr&amp;uuml;ckte bei&amp;szlig;ende Kritik und lernt, daraus 
Konfrontation mit Biss zu machen. So kann man sich auch auf 
&amp;bdquo;Haifischbecken&amp;ldquo; anders beziehen. Gut, dass der Hai die Begegnung 
gesucht hat. Nun braucht es ihn im Traum[3 (#3)] nicht mehr. 
 
Das w&amp;auml;re also gegessen. Und der geschundenen Spezies t&amp;auml;te es auch gut, 
wenn weniger Haifischflossen von Leuten verzehrt w&amp;uuml;rden, die sich so 
deren Potenz einverleiben wollen.


[1]Einstieg in das Symbolverst&amp;auml;ndnis der Psychologie von C.G. Jung (http://www.amazon.de/Mensch-seine-Symbole-Sonderausgabe/dp/3530565016)
[2]Verena Kast: Der Schatten in uns: Die subversive Lebenskraft (http://www.amazon.de/Der-Schatten-uns-subversive-Lebenskraft/dp/3423351608/ref=sr_1_4?s=books ie=UTF8 qid=1331888551 sr=1-4), au&amp;szlig;erdem z.B. Tr&amp;auml;ume: Die geheimnisvolle Sprache des Unbewussten (http://www.amazon.de/Tr%C3%A4ume-Die-geheimnisvolle-Sprache-Unbewussten/dp/3491421055/ref=sr_1_15?s=books ie=UTF8 qid=1331888633 sr=1-15) 
[3] Bernd Schmid, Andrea G&amp;uuml;nter: Systemische Traumarbeit
Der sch&amp;ouml;pferische Dialog anhand von Tr&amp;auml;umen  


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(Generell gilt, dass wir uns frei f&amp;uuml;hlen, Zuschriften zum Thema dort 
ganz oder auszugsweise mit Namen zu ver&amp;ouml;ffentlichen, es sei denn sie 
sind als privat oder anonym markiert).
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Kommentare zu diesem Blog:

Frau Andrea Hack

Sehr geehrter Herr Schmid!

Ein sehr sch&amp;ouml;ner und tiefsinniger Text &amp;ndash; die Schattenwesen in uns, die 
uns erm&amp;ouml;glichen, zu wachsen und &amp;uuml;ber die Grenzen zu schauen ... F&amp;uuml;r 
Ihren abschlie&amp;szlig;enden Satz bin ich Ihnen dankbar und w&amp;uuml;nsche, dass er 
sich erf&amp;uuml;llt.

Vielen Dank f&amp;uuml;r Ihre Gedanken; Ideen und Seins-Weisen. 


Frau Christine Sch&amp;ouml;nberg

Lieber Bernd Schmid, 

herzlichen Dank f&amp;uuml;r diesen Blog-Beitrag! Den fand ich sehr faszinierend 
und einladend, sich doch mal intensiver mit den eigenen &amp;bdquo;Schatten der 
Nacht&amp;ldquo; (die gl&amp;uuml;cklicherweise bei mir selten so bedrohlich sind) zu 
besch&amp;auml;ftigten! Was ich daran sch&amp;ouml;n finde: es doch mal mit den Augen des 
Hais zu sehen! 

 

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			<category>Frontpage Inhalt - Bernd Schmids Blog</category>
			<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 10:58:55 +0100</pubDate>
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