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Dossier 03/2009: Systemisches Führen
Betreff: Dossier 03/2009: Systemisches Führen
Sendungsdatum: 2009-03-28 11:53:17
Ausgabe #: 6
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Dossier 03/2009: Systemisches Führen

Liebe Interessierte des ISB-Wiesloch,

es gibt ein neues Angebot des ISB-Wiesloch zum Thema "Systemisches Führen"

Kurzcurriculum (3 x 3 Tage) - Infos dazu hier als Audiodokument (mp3)

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Führung wird immer komplexer. In Leitungs- und Führungsrollen werden stärker als zuvor Kompetenzen gefordert, die eine hohe Bewusstheit in eigenen Steuerungsfragen, Kenntnisse über Persönlichkeitsentwicklung und verschiedene Rollen sowie Vorstellungen über die Wirkung von Führung im Gesamtsystem voraussetzen – eine Form der Meta-Kompetenz. Zu dieser „Innenperspektive“ von Führung kommt die „Außenperspektive“ von Führung. Viele Führungskräfte haben Ergebnisverantwortung, sind in Projekte eingebunden, führen Verhandlungen, haben strategische Verantwortung oder sind in Change-Prozesse involviert.

Und: gute Führung ist nicht zuletzt eine Frage der gelungenen Komposition von Kompetenz und dem eigenen Stil.

Auf der 3. Dialogtagung des forum humanum Ende Februar 2009 wurden u.a. Spielräume für Führungskräfte diskutiert, damit Organisationen - gerade in diesen Zeiten - nicht so "sind wie sie eben sind", sondern im Sinne einer ganzheitlichen Potentialentwicklung als human, nachhaltig und gestaltbar erlebt werden können.

  • dazu ein Interview mit Dr. Bernd Schmid (ISB-Wiesloch), Thomas Veigel und Michael Zehender (Rhein-Neckar-Zeitung am 13.03.2009) über die Krise und ihre Chancen (Download als pdf). Auf die Frage, wie der Einzelne lernen kann, Nachhaltigkeit im Unternehmen umzusetzen, antwortet Bernd Schmid:"Da hilft der systemische Ansatz. Bei jeder Fragestellung muss geschaut werde, welche Wechselwirkungen bestehen und was die nachhaltigere Lösung ist – das ist nicht immer die einfachere und schnellere Lösung. Viele Menschen haben für sich privat bereits geeignete Wertesysteme entwickelt. Wir helfen ihnen, diese am Arbeitsplatz anzuwenden."

Auf der o.g. Tagung wurden vier Perspektiven für Spiel- und Gestaltungsräume näher betrachtet. Eine davon Führung. Was können Führungskräfte tun, um Spielräume zu nutzen und zu ermöglichen? Wie gehen sie selbst mit dem manchmal empfundenen Dilemma zwischen den Zielen der Organisation und den Bedürfnissen und Kompetenzen der Mitarbeiter um? Wie können sie sich ihre "Seelenhygiene" erhalten oder wieder herstellen?

Führungskräfte - so Dr. Klaus Hohr, Leiter der Personalentwicklung der Heidelberger Druckmaschinen AG in Wiesloch - müssen jetzt vor allem Handlungsfähigkeit erhalten und Verlässlichkeit ausstrahlen. Gerade in dieser Zeit sollten Führungskräfte ehrlich damit umgehen, dass Vieles ins Wanken gerät - bei sich und Anderen - und ansprechbar für die daraus entstehenden Sorgen sein. Dies kann Leiden mindern und Sicherheiten geben.

Auf der anderen Seite stehen die Strukturen einer Organisation: Eine Aufgabe der Zukunft wird sein, bestmögliche Zusammenarbeitsprozesse zu organisieren. Um Wertschöpfung zu "heben", braucht es laut Dr. Hohr Kooperations- und Kommunikationsketten, die tragfähig und in der Lage sind, den "Fluss" zu erhalten. Dies hat eine Enthierarchisierung gewohnter Führungsverständnisse zur Folge.

Was kennzeichnet also "gute" Führung? Wie kann man Führung lernen?

Anhaltspunkte dafür gibt es in einigen Vorträgen, Artikeln oder Live-Beratungen am ISB-Wiesloch. Im Curriculum "Systemisches Führen - Systemische Kompetenz in Leitungsrollen" werden Fragen dieser Zeit und die Anforderungen an Führungskräfte aufgegriffen.

ausgewählte Dokumente und Links:

Handouts aus den Curricula des ISB-Wiesloch:

Neben Vertrauen braucht es aus unserer Sicht die rechte Haltung und Persönlichkeitsbildung, damit wirtschaftliches Handeln zu besseren Verhältnissen führt. Aber es sind zusätzlich jede Menge Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge und deren Einbettung in professionelles Können als persönliche Handlungskompetenz von Nöten.

Und trotzdem: es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Vielleicht muss man noch mehr ausprobieren, Spielräume nutzen, dabei sich selbst und anderen wohlwollend zugewandt bleiben, Entscheidungen transparent machen und versuchen, sich auf Potentiale und Lösungen zu fokussieren...oder was denken Sie?

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und freuen uns, wenn Sie uns Ihre Erfahrungen und Empfehlungen mitteilen (service@isb-w.de)!

Herzliche Grüße,

das ISB-Team


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